Hohenstein-Ernstthal: Ankerberg zwischen gröllenden Motoren, Schlammschlacht und „wir haben es überlebt!“


Am Wochenende war es soweit, die MotoGP kam nach Deutschland am Sachsenring und die Speeddevils aus Krems durften auf gar keinen Fall fehlen.
Um 0300 hieß es für die 2 Frühaufsteher-Junkies Hoizmichl und Nr.16 und den 2 Schlafenzahltsichnichtaus-Junkies Bernhard und Mario, aufstehen, Sachen packen, rein ins Auto und ab nach Sachsen.
Der Fünfte im Bunde Robert, hatte „Heimvorteil“ und durfte bis um 0800 schlafen, da seine Anreise von Jena ein Bruchteil die der Anderen betrug.
Gegen 0900 trafen sich die zwei Partien OST-WEST in Zwickau an der Shell Tankstelle (Wo sonst?!). Dann ging es mit einem Auto Richtung Sachsenring, wo die Anfahrt bis zum Campingplatz Ankerberg absolut reibungslos vonstatten lief, denn dort begrüßte uns unser hartnäckiger Wegbegleiter für die nächsten 1,5 Tage – DER SCHLAMM. Es ging gar nichts mehr, aussteigen und autoschieben statt autofahren. Nach 10min wurden wir gleich zwischen einer Partie Holländer und Sachsen seßhaft, wo wir dann unsere 2 Zelte aufschlugen und den ersten Becher kippten.
Am frühen Nachmittag gegen 1300 Uhr ging es dann mit unserem zweiten Wegbegleiter, dem strömenden Regen, Richtung Ring. Bestens ausgerüstet mit wasserfester Kleidung in Form von Badehosen und nacktem Oberkörper sahen wir uns das Qualifying bei 15°C Außentemperatur und kräftigen Wind, an dem möglicherweise schlechtesten Platz der Strecke, an – kurze Gerade zwischen zwei Linkskurven – egal das Bier hat die Situation wieder aufgebessert.
Danach zurück am Campingplatz aktivierten sich die Regionen des Hirnes die nach Hunger schreien, der Griller wurde angeworfen, Fleisch drauf… was weiter war brauch ich keinen zu erzählen.
Die Abendprogrammgestaltung erfolgte zuerst mit Zuschauen wie manche mit den Quads mit 50-60km/h durch knöchelhohen Schlamm bretterten, wie manche Mülltonnen und Dixie-Toiletten in Brand gesetzt haben, wie manche mit abgeschraubten Endtöpfen den Motor solange in den Begrenzer jaukten bis dieser mit einem Knall verstummte,…usw und danach Abshaken bei einem der Floors am Ankerberg Veranstaltungsgelände.

Der Renntag begann früh morgens bei herrlichen Sonnenschein, Zähneputzen, Zelte abbauen, alles zusammenräumen und mit Hilfe eines Quads auf die befestigte Straße ziehen lassen, das Auto zum Campingplatz Ausgang stellen – ansonst wären wir nach dem Rennen nicht mehr weggekommen – waren die ersten Punkte unserer Todo-Liste.
Beim Eintreffen am Ring drehten die Fahrer der Moto2 die ersten Runden der WarmUp Phase.
Um 1120 erlischten die rote Ampel für die Moto2 – Rennbericht , gegen 1300 für die MotoGP Rennbericht  und mit 25min Verspätung gegen 1455 aufgrund eines Wolkenbruch-Sturm-Donner-Weltuntergangszenarios die Moto3 – Rennbericht
Danach verließen wir die Rennstrecke, was gegen allen Erwartungen absolut reibungslos und toll organisiert stattfand – großes Lob an die öffentliche Rennleitung – und fuhren nach Zwickau auf die Shell Tankstelle, wo sich die Partie von Robert trennte.

 

Geiles MotoGP Wochende am Sachsenring rein nach dem Mot(t) o (GP): Am Anfang und am Ende unseres Lebens trugen wir Windel und dazwischen bauten wir Scheiße.

Dieser Artikel hat 1 Kommentar

  1. Endlich mal wieder einen deutschen Sieger, im eigenen Land. Und die Speed-devils waren live dabei^^ Ich geh`davon aus, dass eh genug Aktschn war, mit ner Menge Brezn in allen Rennen. Da wird ja dann das ein, oder andere Bierchen des bissal Gatsch & Regen eh schnell wieder vergessen lassen haben, oder?

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