Benny, Mario und Robert on Tour

Stilfser Joch
Route geplant, Reifen aufgezogen, das Nötigste gepackt und schon hieß es für Benny, Mario und Robert ab auf die Straße. Donnerstag morgen, bei leichten Regen und kalten Bedingungen, aber guten Wetterprognosen, startete die Tour in Krems. Einige Kilometer genauer gesagt bis Bischofshofen wurden die Pneus auf den kalten, nassen und rutschigen österreichischen Asphalt geschont. Danach kam die Sonne raus und aus der Frust wurde Lust. Die Großglockner Hochalpenstraße mit 25€ Maut wurde durch die 10€Maut für den  Felbertauerntunnel, aufgrund der noch relativ kühlen Temperaturen, ersetzt. Hinauf im Defreggental auf den 2052m hohen Stallersattel und hinunter im engen Wirrwarr. Nach ein paar faden Kilometern jagte uns das Navi eine kleine, aber feine Bergstraße nach Renon hoch, wo wir dann nächtigten.

Am zweiten Tag ging es auf den total überfüllten italienischen Bundesstraßen mit zahlreichen und teils riskanten Überholmanövern Richtung Westen. Da in dem Gebiet die Apfelerntesaison in aller Munde war, erfreuten uns des Öfteren Traktoren, die hinter den Rechtskurven – strategisch genau richtig bei Tempo 130 – herumtuckerten. Zähneknirschend und kurvenhungrig steuerten wir auf den Stilfser Joch zu. Die 48 Kehren absolvierten wir in windeseile und katapultierten uns auf 2757m. Danach ging die Tour auf den faden Hauptverkehrswegen weiter Richtung Westen. Beim Como und dann beim Gandria See vorbei immer auf der Mittellinie Richtung unserem Ziel – Brig. „Nanu, was ist denn hier los?“ fragten wir uns als wir nach Locarno in das Melezzatal einbogen. Abartigste Straße der Tour – 30km engste Kurven und feinster (in dem Fall gröbster) Asphalt. Zweimal noch abgebogen, mal schnell den Simplonpass in der Dunkelheit bei 10°C hinauf, auf der anderen Seite gefühlte 2 Stunden Wartezeit bei 4-5 Baustellenampeln bis wir die Ortstafel von unserem Ziel erblicken durften.

Am dritten Tag bei feinstem Sonnenschein, aber doch kalten Außentemperaturen führte unsere Tour auf der B19 durch Bitsch, bei dem Bärenstarken Töfftreffen vorbei, über den Furkapass (2429m) dann über den Oberalppass (2044m) bis Tamins. Ein wenig auf der Schnellstraße Richtung Süden bis nach Thusis, wo uns dann gleich der geniale Albula Pass mit 2312m erwartete. Weiter über den Reschenpass (1504m) nach Österreich und dann gleich wieder nach Italien. Die Apfelerntetraktoren zwischen Males und Merano ließen die Flanken der Reifen auskühlen. Nach dem Abbieger nach Österreich verzauberte das Timmelsjoch mit 2474m und seinen zahlreichen Kurven uns die Fahrt. Durch einen Tunnel kamen wir auf die österreichische Seite, wo sich alles änderte – Schlaglöcher, glatter Asphalt, ein freundlicher österreichischer Mitbürger der die Hand aufhielt und Geld wollte…WELCOME 2 AUSTRIA. Den Kühtai Sattel mit 2017m haben wir dann am Abend zum Drübastraan genommen, bevor wir unser Ziel Innsbruck erreichten.

Am vierten Tag startete unser Tag mit herrlichem Sonnenschein und dem Seefelder Sattel auf 1185m nach Deutschland. Neben der Isar entlang Richtung Osten führte unser Weg zurück nach Österreich und dann wieder nach Deutschland, nochmal nach Österreich am Walchsee vorbei und nach Deutschland. Bei Schärding wurde dann endgültig die Grenze zu Österreich überquert. Danach wurde das Innviertel und Mühlviertel zu unserem Jagdrevier. Jagd nach was? nach Kühen? Scheinbar war bei Routenoptionen auf unserem Navi nicht die „Schnellste Route“ oder „Sehenswerteste Route“ sondern „Kuhwegal und Födwegal“ eingestellt. So ging es über Stock und Stein bei allen möglichen Kuhrassen und Scheunentorarten vorbei Richtung Freistadt und dann Zwettl, wo die letzte Rast beim Mäki stattfand.

Geniale Landschaft, traumhafte Straßen, angenehme Temperaturen bescherten uns die Tage. Die Vorderreifen immer Richtung Kurvenscheitelpunkt gerichtet absolvierten wir 2220km auf österreichen italienischen schweizer italienischen schweizer österreichischen italienischen österreichischen deutschen österreichischen deutschen österreichischen Straßen – daher auch der Name der Tour

 

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